GIRL WITH FISH
Das Gemälde zeigt eine mädchenhafte Figur in einem rätselhaft stillen Raum. Ihr Blick ist offen und zugleich entrückt, die großen, hellen Augen scheinen den Betrachtenden direkt anzusprechen und doch in eine innere Welt gerichtet zu sein. Das Gesicht ist fein modelliert, mit zarten Rosé- und Beigetönen, die der Figur eine fragile, beinahe porzellanartige Erscheinung verleihen. Das kurze, orangefarbene Haar rahmt den Kopf wie eine stilisierte Form und verstärkt den Eindruck von Künstlichkeit.
Der Körper der Figur ist streng dargestellt und von klaren Konturen begrenzt. Das goldene Kleid mit hohem Kragen wirkt schlicht und geschlossen, fast uniformhaft, und kontrastiert mit der empfindsamen Ausstrahlung des Gesichts. Diese Spannung zwischen äußerer Ordnung und innerer Verletzlichkeit prägt die Wirkung der Figur und verleiht ihr eine stille Intensität.
Der Raum, in dem die Figur steht, ist bewusst konstruiert und perspektivisch verengt. Die seitlichen blauen Flächen und der rosafarbene Boden führen den Blick nach hinten zu einer gemusterten Wand, die an Tapetenornamente oder historische Dekore erinnert. In diesem Hintergrund schwebt ein einzelner Fisch, losgelöst von jeder realistischen Umgebung. Er wirkt wie ein poetisches Symbol, das Assoziationen von Stille, Schweigen, Sehnsucht oder verborgenen Gedanken hervorruft.
Insgesamt entfaltet das Gemälde eine leise, melancholische Bildsprache. Es erzählt keine konkrete Geschichte, sondern öffnet einen emotionalen Raum. Die Szene wirkt wie ein Innehalten zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Realität und Traum. Das Werk lädt dazu ein, hinter die äußere Ruhe zu blicken und die feinen Spannungen wahrzunehmen, die sich zwischen Figur, Raum und Symbolik entfalten.
33 x 24 cm
Acryl auf Malkarton 250 g

