top of page

FARBFELDER BLAU-PINK

590,00€Preis

Das Gemälde entfaltet einen intensiv geschichteten Farbraum, der deutlich in der Tradition der Farbfeldmalerei verankert ist und zugleich eine eigenständige, expressive Handschrift trägt. In bewusster Nähe zu den Farbfeldern von Mark Rothko wird Farbe hier nicht als geschlossene Fläche verstanden, sondern als emotionaler Erfahrungsraum.

 

Die Arbeit ist horizontal gegliedert und wird von großformatigen Farbblöcken in Grün-, Schwarz-, Weiß- und Pinktönen bestimmt. Diese Farbfelder sind nicht klar voneinander abgegrenzt, sondern durchlässig, aufgeraut und vielfach überarbeitet. Sichtbare Spuren des Malprozesses – Abtragungen und mit dem Malmesser geschobene Farbschichten – verleihen der Oberfläche eine lebendige Textur. Wie bei Rothko entsteht Tiefe nicht durch Perspektive, sondern durch das Ineinanderwirken von Farbschichten und deren atmosphärische Spannung.

 

Das kräftige Pink am oberen Rand fungiert als leuchtender Gegenpol zur dominierenden Grünpalette. Es wirkt wie eine energetische Setzung, die den Bildraum öffnet und zugleich rahmt. Die grün-weiß-schwarzen Zonen im Zentrum erscheinen wie schwebende Farbräume, deren innere Welt durch das dichte Geflecht aus hellen und dunklen Partien sichtbar wird. Die Farbe bewegt sich hier zwischen Transparenz und Verdichtung, zwischen Leuchten und Schwere.

 

Im Sinne Rothkos lädt das Werk nicht zur schnellen Betrachtung ein, sondern zum Verweilen. Seine Wirkung entfaltet sich im langsamen Eintauchen in die Farbfelder, im Wahrnehmen von Übergängen und stillen Spannungen. Farbe wird zum Träger von Stimmung und innerer Resonanz – nicht erzählerisch, sondern präsent. Das Gemälde eröffnet so einen meditativen Bildraum, der zugleich kraftvoll und offen bleibt und die emotionale Tiefe der Farbfeldmalerei in eine zeitgenössische Bildsprache übersetzt.

  • 70 x 50 cm

    Acryl auf Leinwand

Alle hier gezeigten Gemälde sind Originale und von mir handgefertigt und signiert.
Weitere Werke sind "in Arbeit". Also schauen Sie gerne wieder vorbei!

©2026 Doris Schier

bottom of page